Grundwissen: Was sind Cookies? Und was Sie über mich verraten…

Cookies

Ein Cookie (zu Deutsch: "Keks") ist, technisch gesehen, nichts weiter als eine Textdatei auf Ihrer Festplatte. Diese Textdatei wird von Ihrem Browser, ohne Aufforderung,  angelegt und enthält Daten über eine Webseite die Sie besucht haben. Dies ist in erster Linie nicht grundsätzlich schlecht: Durch Cookies kann sich eine Webseite z.B. merken, dass sie vor kurzem schon einmal da waren und sich z.B. angemeldet hatten. Dies verhindert dann, dass die Webseite Sie nicht bei jedem Aufruf aufs Neue Auffordert sich wieder einzuloggen. Auch komplexe Prozesse wie Online-Warenkörbe auf Shopping-Seiten erfordern Cookies, damit sich Webseiten merken können, was überhaupt in Ihrem Warenkorb liegt. Leider können Cookies auch dazu missbraucht werden mehr und mehr Informationen über Sie zu sammeln und diese, ähnlich wie ein Trojanisches Pferd, ohne Ihr Wissen an einen Empfänger weiterzugeben. Diese Informationen werden dann z.B. von Werbenetzwerken genutzt um ein Kaufprofil von Ihnen zu erstellen und Ihnen dann gezielt(ere) Werbung zu schalten.

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Überwachung durch Cookies

Cookies sind technisch so angelegt, dass lediglich die Webseite die einen Cookie erzeugt hat auch Zugriff auf ihn hat. Dies wird bei allen Browsern über die sog. Cookie-Domain geregelt: So hat z.B. die Webseite zalando.de keinen Zugriff auf Cookies der Webseite amazon.de. Das ist auch gut so, da sonst jede Webseite herausfinden könnte, auf welchen Seiten man zuvor war, und was man dort gemacht hat. Allerdings gibt es Mittel und Wege diese, durch den Browser aufgestellte Barriere, zu umgehen. Die "Cookie-Domain-Regel" kann durch Fremdinhalte, wie z.B. Werbebanner einer Webseite umgangen werden in dem immer dieselbe Cookie-Domain des Werbeanbieters verwendet wird. Würde also die Werbung vom selben Anbieter sowohl auf amazon.de, als auch auf zalando.de geschaltet werden, könnte dieser Anbieter Sie als Kunde beider Webseiten identifizieren und wüsste u.U. wie Sie sich auf beiden Webseiten bewegt haben. Das Gleiche gilt auch für Webseiten-Plugins, wie z.B. dem Facebook- Like-Button. Wenn man sich nun vorstellt, dass ca. 7,3% aller Webseiten den Like-Button verwenden (Quelle), versteht man auch die Tragweite des Problems.    

Wie kann man sich schützen?

Wenn man Cookies generell blockiert wird das Surfen im Internet schnell unkomfortabel und stellenweise sogar ziemlich nervig (z.B. wenn man Webseiten-Passwörter ständig neu eingeben muss). Es empfiehlt sich trotzdem, Cookies nicht zu lange mit sich herum zu schleppen und regelmäßig zu löschen. 

Cookies regelmäßig löschen

Jeder Browser bietet Ihnen die Möglichkeit Cookies manuell zu löschen (meist zu finden in den „Browsereinstellungen“). Dies sollte möglichst in regelmäßigen Abständen erfolgen, z.B. Täglich oder mindestens wöchentlich, um nicht zu viele veraltete Cookies anzuhäufen oder auch aktuelle zu entfernen. 

Anonyme Browsertabs

Viele Browser bieten die Möglichkeit ein anonymes Tab zu öffnen (Chrome,  Firefox,  Opera). Dieses Tab ist frei von Cookies. Alle anfallenden Cookies werden nach Schließung des Tabs sofort wieder gelöscht. Die besuchten Webseiten werden hier auch nicht  in der Browserhistorie gespeichert. Obwohl der Name etwas anderes suggeriert, bietet Ihnen das "Anonymous Tab" natürlich keine vollständige Anonymität im Internet. Sehen Sie dazu diesen Artikel

Browserplugins / Firewalls

Im Internet finden sich viele, oft kostenlose, Browser-Plugins und Programme die schädliche Cookies, z.B. von bekannten Werbe- und Malwareanbietern, von vornherein blockieren. Zu erwähnen wären hier z.B. CCleaner und Self-Destructing Cookies.

Cookie Trivia: Der Google-Cookie und der Weltuntergang

Das Ablaufdatum des Cookies der Suchmaschine Google  wurde, bis zur Änderung im Jahre 2012, immer auf das Datum: 19. Januar 2038 – 3:13:07 Uhr (UTC)  gesetzt. Im Internet rankten sich daraufhin wilde Verschwörungstheorien darüber, was es wohl mit diesem speziellen Datum auf sich hätte. Von Weltuntergang, bis zum "Zeitpunkt der totalen Kontrolle über die Welt durch Google" wurde hier viel spekuliert. Das Unternehmen selbst gab nie eine offizielle Stellungnahme dazu ab.