Kabel Deutschland Drosselung bei Filesharing umgehen

Kabel Deutschland Drosselung

Der Internetanbieter Kabel Deutschland behält sich in seinen AGBs das Recht vor, die Internetgeschwindigkeit ab einem Volumen von 10 GB pro Tag bei Filesharing zu drosseln. Hierzu analysiert Kabel Deutschland den Traffic seiner Kunden auf Filesharing-Aktivitäten. Betroffene Kunden berichten außerdem in Internetforen, dass zeitweise auch die Server-Verbindungen zu Share-, bzw. One-Click-Hostern der Drosselung unterlägen. Dabei handelt es sich bis dato um ein unbestätigtes Gerücht, das wir nicht prüfen konnten. Auch konnten wir in den AGB von Kabel Deutschland keinen Hinweis darauf finden, dass sich die Drosselung neben P2P-Netzwerken auch auf andere Services bezieht.

Quelle: AGB Kabel Deutschland (PDF) (Siehe Seite 4, Punkt B2, b.)

Wie drosselt KabelBW?
Vermutlich prüft eine Firewall im Servercenter den Kundentraffic auf bekannte Filesharing-Protokolle, wie z.B. Bittorrent. Diese sind sehr einfach aus den IP-Paketen heraus zu lesen. Die selbe Firewall wendet vermutlich auch eine IP-Blacklist an, um den Traffic zu bekannten Sharehostern zu drosseln (unbestätigt).

Wie kann man die Drosselung umgehen?
Die einzige Möglichkeit, an der Kabel Deutschland Firewall vorbei zu kommen, ist die komplette Verschlüsselung des eigenen Traffics z.B. über einen VPN-Server. Dieser macht es Kabel Deutschland unmöglich, in den Datenverkehr hinein zu sehen. Für Filesharing-Zwecke bietet sich hier der von uns getestete VPN-Dienst www.torguard.net an (zum ausführlichen VPN-Test hier). Eine weitere Möglichkeit wäre die Verwendung des Onion-Netzwerks. Dies eignet sich allerdings nicht für P2P und man muss mit einigen Einbußen in puncto Geschwindigkeit rechnen.

Wer drosselt noch?
Viele Internetanbieter in Deutschland machen von der neuen Filesharing-Regelung gebrauch und drosseln ihre Kunden (Tendenz steigend). Die Traffic-Schwelle ist hier von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Die Seite werdrosselt.de liefert eine aktuelle Übersicht über die Drossel-Praktiken der großen deutschen Provider.

Warum das Drosseln von P2P abgeschafft werden sollte...
Viele Unternehmen bieten vermehrt große Datei-Downloads auch in Form von Torrents auf ihren Webseiten an, z.B. Linux-Distributionen wie Ubuntu oder Computerpiele wie World of Warcraft. Auch große Downloadportale wie chip.de bieten mittlerweile den Weg über das P2P-Netzwerk. Für die Unternehmen bringt dies viele Vorteile mit sich: Zum einen profitieren die User von schnelleren Downloads, da ungenutzte Kapazitäten anderer Downloader mitgenutzt werden. Zum anderen spart die Nutzung des Netzwerks dem Anbieter bares Geld ein, da er weniger Server-Kapazitäten zur Verfügung stellen muss.